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Der Staatsgerichtshof ist das Verfassungsgericht Liechtensteins. Er hat verschiedene Aufgaben. Hauptsächlich behandelt er Fälle, in denen eine Verletzung von Grund- bzw. Menschenrechten behauptet wird. Um einen Fall zum Staatsgerichtshof zu bringen, muss man zuerst vor die ordentlichen Gerichte gehen. Erst wenn man alle möglichen Verfahren vor den verschiedenen Gerichten durchlaufen hat, kann man sich an den Staatsgerichtshof wenden.

Vor dem Staatsgerichtshof reicht man eine Individualbeschwerde wegen der Verletzung von Menschenrechten ein. Diese Menschenrechte stehen in Artikel 27bis – Artikel 43 der Liechtensteinischen Verfassung oder in der Europäischen Menschenrechtskonvention und verschiedenen weiteren internationalen Abkommen (siehe Artikel 15 Absatz 2 StGHG).  Alle Rechtsnormen sind auf www.gesetze.li abrufbar. Man muss dabei begründen, inwiefern die Gerichtsentscheidung die eigenen Menschenrechte verletzt hat. Es besteht kein Anwaltszwang – jede Person kann alleine eine Individualbeschwerde einreichen.

Falls dazu offene Fragen bestehen, kann mit dem Staatsgerichtshof Kontakt aufgenommen werden (siehe „Kontakt“ auf der Website).